Filmreihe gestartet  E-mail

Ehab Aziz

Ehab Aziz während des Filmgesprächs nach der Vorführung
beim Start der Filmreihe am 24.09. in den Räumlichkeiten
der Buchhandlung Pustet in Landshut

Filmserie zum Thema Heimat

24. September - 3. November 2015, Landshut


Am Donnerstag, 24. September 2015 startete die Filmreihe von Ehab Aziz. Er präsentierte in den Räumlichkeiten von Bücher Pustet in Landshut den Kurzfilm A resident of the city von Adham Sharif sowie seinen eigenen Film Gesichter aus Ägypten – Slow Motion. Anschließend stand der Künstler einem interessierten Publikum für Fragen rund um die beiden Filme und zur aktuellen Lage in Ägypten zur Verfügung. Die Filmreihe findet in Kooperation mit dem Nahost Forum Bayern e.V. parallel zur Ausstellung Heimat statt. Es werden unterschiedliche Filmprojekte zu diesem Themenkomplex an verschiedenen Orten in Landshut gezeigt. Weiterführende Informationen zu den jeweiligen Terminen, Spielorten und Filmen finden Sie HIER und unter heimat.ehab-aziz.de.

 
Ein Riesenpuzzle aus 27.000 Teilen  E-mail


Die zahlreichen Gäste verfolgten im Landshuter Salzstadel
einen erkenntnisreichen und reich bebilderten Vortrag.


Dr. Lutz Martin während seines Vortrages.


NFB-Vorsitzender Norbert Hoffmann freute sich bei der
Begrüßung über das große Interesse.


Dr. Martin referierte über Leben und Werk Max von
Oppenheims und aktuelle Erkenntnisse vom Tell Halaf.


Die Gäste folgten interessiert den Ausführungen Dr. Martins
Hier ruht in Gott ein Mann
Max von Oppenheim und der Orient

Vortrag von Dr. Lutz Martin
16. Dezember 2014, Landshut

Auf Einladung des Nahost Forum Bayern e.V. (NFB) referierte am vergangenen Dienstag Dr. Lutz Martin, der stellvertretende Direktor des Vorderasiatischen Museums Berlin über Leben und Werk des Archäologen und Orientreisenden Max von Oppenheim der 1946 in Landshut verstarb und auf dem städtischen Hauptfriedhof begraben liegt.

„Hier ruht in Gott ein Mann, der die Wissenschaft, den Orient, die Wüste und den von ihm entdeckten und ausgegrabenen Tell Halaf geliebt hat“.
Diese Inschrift steht auf dem wohl auffälligsten Grabstein des Landshuter Hauptfriedhofes. Begraben liegt an dieser Stelle Max Freiherr von Oppenheim, der 1860 in Köln geboren wurde. Der Vorsitzende des NFB, Norbert Hoffmann, konnte mehr als 120 Besucher im Landshuter Salzstadel begrüßen und freute sich über das rege Interesse an diesem zu Unrecht etwas in Vergessenheit geratenen Landshuter. Das Nahost Forum Bayern hatte, unterstützt vom Verein ArLan e.V., den ausgewiesenen Experten zu Leben und Werk Oppenheims, Dr. Martin als Referenten des Abends gewinnen können.

Dr. Martin erläuterte, dass Max von Oppenheim 1896 in die Dienste des Auswärtigen Amtes eintrat.
Als Attaché war er mit der systematischen Beobachtung der muslimischen Welt betraut und bereiste von seinem Dienstsitz in Kairo weite Teile des Orients, aber auch der USA und Nordafrikas. 1899 wurde Oppenheim in Syrien von einem Beduinenstammesoberhaupt auf furchterregende Steinfiguren hingewiesen, auf die sein Stamm beim Ausheben einer Grabgrube gestoßen war.
Oppenheim erkannte am Fundort sofort, dass es sich um einen antiken Siedlungshügel, den sogenannten Tell Halaf handelt.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Auswärtigen Amtes begann Oppenheim 1910 mit privat finanzierten Ausgrabungen auf dem Tell Halaf. Dort gelang es ihm die Reste einer Residenz des 10. und 9. Jh. v. Chr. freizulegen. Von 1911 bis 1913 entdeckte er in der Residenzanlage etwa 900 monumentale Steinfiguren.
Die Entdeckung dieser Bildwerke war zur damaligen Zeit eine Sensation, übertraf sie doch die Funde der damals wichtigsten Ausgrabungsstätten des vorderen Orients von Babylon und Assur in ihrer künstlerischen Gestaltung bei weitem.

Wegen des Krieges konnten die Grabungen 1914 nicht fortgesetzt werden und erst 1927 gelang es Oppenheim, die Funde nach Deutschland zu verschiffen. Dort wurden sie in Berlin- Charlottenburg in einem eigens errichteten Museum präsentiert. Im Zweiten Weltkrieg traf eine Phosphorbombe das Museum, das mit allen 900 Steindenkmälern und sonstigen Ausstellungstücken ausbrannte.
Das Löschwasser der anrückenden Feuerwehr kühlte die extrem erhitzten Basaltstatuen schlagartig ab und die 2000 Jahre alten Monumente zerbarsten in tausende Einzelteile. Noch während des Krieges wurden die Trümmer auf Geheiß Oppenheims in den Keller des Vorderasiatischen Museums Berlin gebracht. Nach Ende des Krieges kam Oppenheim nach Landshut und wohnte dort, bis zu seinem Tod 1946 in der Altstadt 94/95. Bis zuletzt war er davon überzeugt, dass die Bildwerke des Tell Halaf wieder erstehen würden.

Ab 1996 begann ein Forschungsprojekt unter Leitung von Dr. Martin, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und einen Nachfahren Oppenheims mit der Restaurierung der Steindenkmäler aus den 27.000 Einzelstücken. Diese Arbeiten zogen sich bis 2009 hin. Am Ende konnten bis auf 2.000 Steine alle Bruchstücke zugeordnet werden und 2011 wurden die wiedererstandenen Statuen des Tell Halaf erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

2006 begannen, ebenfalls unter der Leitung von Dr. Martin, Nachgrabungen am Tell Halaf, in deren Rahmen neben der von Oppenheim entdeckten Siedlung auch eine ältere Belegungsphase des Tells im 6. Jahrtausend vor Christus nachgewiesen werden konnte. Vermutlich war der Platz seit diesem Zeitpunkt, mit Unterbrechungen, besiedelt. Erst im 4. Jh. v. Chr. endete die Besiedlung des Tells.
Die aktuellen Grabungen brachten zwar keine Monumente mehr zu Tage, doch konnten einige Reliefs geborgen werden. Aufgrund der politischen Lage ruhen die Arbeiten seit 2011.

Am Ende des Abends wurden auf Bitte des Referenten, Spenden für eine humanitäre Hilfsaktion in Syrien gesammelt, die ein Kollege von Dr. Martin betreut.


 
NFB-Vorsitzender übernahm Schirmherrschaft  E-mail

Broschüre zum Projekt mit Grußworten


Teilnehmer zusammen mit Projektmanager Claus Sixt, Vorsitzendem der VHS Landshut Josef Obermeier,
Künstler Ehab Aziz und Schirmherr Norbert Hoffmann


Ausstellung in der Volkshochschule Landshut

Are you really so political?
Are you really so apolitical?
2014, Tunis - Nabeul - Landshut

Projekt des Katholischen Jugendsozialwerk
München e.V. in Landshut


Der Vorsitzende des Nahost Forum Bayern e.V. (NFB), Norbert Hoffmann, übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt „Are you really so political? – Are you really so apolitcal?“, welches das Katholische Jugendsozialwerk München e.V. in Landshut (KJSW) im Auftrag des Auswärtigen Amtes im Rahmen der Deutsch-Arabischen Transformationspartnerschaft organisierte.

 

Jugendliche aus Deutschland besuchten im Sommer diesen Jahres die tunesischen Städte Tunis und Nabeul. Sie führten dort u.a. Interviews zu der neuen politischen und gesellschaftlichen Situation in Nordafrika. Auszüge aus den Interviews sind in einer Ausstellung im Barockfoyer der Volkshochschule Landshut vom 28. Oktober bis zum 15. November 2014 zu sehen.

 

Im Gegenzug besuchte eine Gruppe junger und engagierter Menschen aus Marokko, Ägypten und Tunesien Deutschland. Neben einer Reihe von Workshops besuchte die Gruppe auch verschiedene  Institutionen, wie z.B. die Tunesische Akademiker Gesellschaft (TAG e.V.) in München, und informierte sich über deren Arbeit. Auch das Nahost Forum Bayern stellte sich und seine Aktivitäten vor.
Des Weiteren durfte NFB-Vorsitzender und Stadtrat Norbert Hoffmann die Teilnehmer des Austausches, auch im Namen von Oberbürgermeister Hans Rampf, im Landshuter Rathaus begrüßen.


Norbert Hoffmann bedankte sich herzlich bei den Veranstaltern, Unterstützern und bei den Teilnehmern des Projektes auf beiden Seiten: „Ich danke ausdrücklich den Organisatoren und Unterstützern, die mit bemerkenswertem Engagement am Zustandekommen und an der Durchführung dieses außerordentlichen und ambitionierten Projektes beteiligt sind und hoffe, dass dieses großartige Engagement seine Fortsetzung findet.“

 

 

 



 
Mitglieder-Gespräch mit S.E. Salah Abdel Shafi  E-mail

S.E. Salah Abdel ShafiS.E. Salah Abdel Shafi (Foto: Juliane Fischer)

Gemeinsame Veranstaltung des Nahost Forum Österreich mit dem DGVN Landesverband Bayern

2. Oktober 2014, Wien

Auf Einladung der DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Landesverband Bayern e.V. und des Nahost Forum Österreich, gab der Palästinensische Botschafter für Österreich und Slowenien und Ständiger Beobachter bei den Internationalen Organisationen in Wien, S.E. Salah Abdel Shafi, in einem hochinteressanten Hintergrundgespräch Einblick in seine Arbeit und die derzeitige Situation Palästinas.

Botschafter Abdel Shafi, der von 2006 bis 2010 bereits Generaldelegierter Palästinas in Stockholm war und danach bis August 2013 Botschafter Palästinas und Leiter der Diplomatischen Mission Palästinas in Deutschland gewesen ist, sprach in seinem Eingangsstatement von einem ereignisreichen und negativen Jahr für Palästina.
Nach seinem rund einstündigen Vortrag, nutzte das Publikum die Möglichkeit noch ausgiebig, um den Botschafter zu aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten im Allgemeinen, sowie zur Situation Palästinas im Besonderen zu befragen.

Das Nahost Forum Österreich bedankt sich bei Botschafter Abdel Shafi herzlich für seine interessanten Einblicke, sowie bei der Delegation der DGVN aus Bayern unter der Leitung von Dr. Martin Pabst für die gemeinsame Durchführung der Veranstaltung.

Mehr Impressionen zur Veranstaltung finden Sie unter www.facebook.com/nahostforum.


 
Informationsstand auf der KUBRI 2014  E-mail

Infostand KUBRI 2014

Die Vorsitzenden Norbert Hoffmann und Ulrich Mayer am Stand

Gemeinsamer NFB/NFÖ-Infostand auf der KUBRI

16.-17. Mai 2014, Campus Garching - TU München

Auch in diesem Jahr präsentierten sich das Nahost Forum Bayern (NFB) und das Nahost Forum Österreich gemeinsam an einem Infostand auf der Europäisch-Arabischen Karriere- und Bildungsmesse KUBRI auf dem Campus Garching der Technischen Universität München. Die Vereine freuten sich über regen Zuspruch, viele interessante Gespräche und neue Kontakte.
Am zweiten Messetag fanden sowohl eine Veranstaltung des NFB als auch eine des NFÖ statt, die auf großes Interesse beim Publikum gestoßen sind.
Weitere Informationen zur KUBRI 2014 und den jeweiligen Präsentationen finden Sie in dieser Rubrik sowie unter www.facebook.com/nahostforum.


 
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